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UNGARISCHE WEINREGIONEN


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Csongrád Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 14 275 Hektar
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 770 Hektar
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 16

Die Weinkultur dieses Weingebietes blickt auf eine Tradition von mehreren Jahrhunderten zurück. Schon vor der Zeit der Türkenbelagerung (14-15. Jahrhundert) waren die hiesigen Weine anerkannt und man fuhr sie in verschiedene Regionen aus. In dieser Epoche begann man mit der Anpflanzung der typischen Rebsorten (Kövidinka, Kadarka, Tausendgut, rote Szlanka usw.) deren Nachfahren uns bis heut erhalten geblieben sind.
Durch die klimatischen Bedingungen – vor allem durch die Temperaturwerte und die hohe Zahl der Sonnenstunden – hebt sich dieses Weinbaugebiet vom restlichen Teil der Tiefebene ab. Es ist ein ausgesprochen warmes und überaus sonniges Gebiet mit geringen Mengen an Niederschlag. Die Winter sind oft rau und es liegt keine schützende Schneedecke über den Feldern. Die Landschaft ist etwas hügelig oder eintönig flach. Die Sandöden der Donaugegend sind humusreich und kalkhaltig. Die Böden am unteren Lauf der Theiß sind eher sauer.
Aus den traditionellen Rebsorten (z. B. Kövidinka) werden angenehme, leichte, dünne, frische Tafelweine hergestellt. Aus den anspruchsvolleren weißen Rebsorten (Chardonnay, Rheinländer Riesling, Welschriesling, Grüner Velteliner) sowie aus den roten Rebsorten (Kadarka, Cabernet Franc und Sauvignon, Blaufränkisch) kann auch Qualitätswein erzeugt werden. Sehr bekannte und gesuchte Markennamen wie: Csongrádi Kadarka und Pusztamérgesi Welschriesling.

Balatonmelléke Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 6 383 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 514 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 26

Das Weingebiet ist in zwei Regionen aufgeteilt: Region von Balatonmellék (mit 18 Siedlungen) liegt zum Teil am Fluß Zala und zum Teil in dem Gebirge von Keszthely, im Becken von Vindornyak, sowie an den Berghängen von Zalaapáti. Die Region an der Mur (mit 8 Siedlungen) liegt im Murtal an der Grenze zu Slowenien und Kroatien.
Das Klima des Weinbaugebietes ist ausgeglichen und gehört zu den niederschlagreichsten Weingebieten Ungarns (jährlich 700-800 mm Niederschlag). Dürreschäden sind in dieser Gegend unbekannt.
Dieses Hügelland wird durch verschiedene Flüsse durchflossen. Einst wurde die Gegend vom Pannonischen Meer überflutet, deshalb ist der Boden lehmig, sandig, enthält kalkige Ablagerungen. Später deckte sich eine mehr oder weniger dicke Lößschicht und lehmige Braunerde darüber.
Die wichtigsten hier angebauten Rebsorten sind: Welschriesling (50%), gefolgt von Müller-Thurgau, Grüner Veltliner, Chardonnay und Perle der Zala. Bei fruchtigen Weinen Cserszegi Fûszeres, Muskat Ottonel, Irsai Oliver und Traminer.
Die hiesigen Weine haben einen frischen Duft, ein reiches, würziges Bukett und eine lebhafte Säure



Hajós-Baja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 14 873 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 681 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 12

Dereinst gehörte dieses Anbaugebiet zum Weinbaugebiet der Tiefebene, aber ab 1990 wurde es unter den Namen Weinbaugebiet Hajós-Vaskút als eigenständiges Weinbaugebiet anerkannt. Seinen heute verwendeten Namen erhielt das Gebiet um 1998. Die hiesige Reben- und Weinkultur blickt auf eine Tradition von mehreren Jahrhunderten zurück. Zur Zeit der Türkenbelagerung verlor die Weinkultur an Bedeutung. Dann wurden deutsche Weinbauern hier angesiedelt, die einen Aufschwung des Weinanbaus bewirkten. Der zweite großer Aufschwung folgte der Phylloxera-Epidemie und mit dem ausgedehnten Rebbau 1961-65 kam der dritte Aufschwung.
Ähnlich wie in der südlichen Tiefebene ist auch hier der Sommer ausgesprochen warm und überaus sonnig. Die Menge an Niederschlag ist befriedigend jedoch ungleichmäßig verteilt. In den Ebenen des Weingebietes herrscht oft Frostgefahr im Winter, Frühling und Spätherbst. Die Reben gedeihen auf guten Sandöden (mit Humus vermengt, lößhaltiger Sand) und sogar auf Schwarzerde.
Anteil der Rotweinsorten in diesem Weinbaugebiet erreicht etwa 40%. Von den traditionellen roten Rebsorten werden hier Kadarka, sowie von den weißen Reben Kövidinka, Izsáki und Tausendgut angebaut, aus ihnen werden gute Tafelweine hergestellt. Aus den weltbekannten 20 verschiedenen Rebsorten (Chardonnay, Sauvignon Blac, Cabernet Franc und Sauvignon, Merlot), aus den duftigen Rebsorten (Traminer, Ottonel Muskateller, Cserszegi Fûszeres), aus kältebeständigen Rebsorten (Rheinriesling, Mädchentraube), sowie aus Rebsorten, die als „Hungaricum“ gelten (Welschriesling, Lindenblättriger) kann wettbewerbsfähiger Qualitätswein erzeugt werden.

Tokaj-Hegyalja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 11 251 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 5 446 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 27

Ungarns berühmtestes Weingebiet dessen Weine einen weltweiten Ruf genießen. Zwar hatte die Reben und Weinkultur eine tausendjährige Tradition in dieser Gegend, zum Weltruhm gelangten die Weine der Gegend erst im 17. Jahrhundert, als aufgrund der charakteristischen Spätlese und Vinifikationsmethode das noble Produkt der Weingegend, der Tokajer Aszú Namen und Ansehen erwarb. Nach schriftlichen Aufzeichnungen über die Herstellung eines Aszúweines wurde der erste Wein dieser Art im Jahre 1650 von Lackó Máté Szepsi auf dem, der Stadt Sárospatak gehörenden Oremus Berghang gefertigt. In dieser Epoche waren Adelsfamilien die Besitzer der Weingärten und Weinkeller. Die gesetzliche Regelung des Reben- und Weinanbaus wurde schnell verabschiedet. In einer Verordnung von 1655 schrieb man schon die gesonderte Aufbewahrung der Aszúbeeren, später, in 1737, hatte man als erster in der Welt, die Grenzen des Weingebietes exakt festgelegt und dann im Jahre 1803 wurden die Weingärten nach ihrer Qualität in Güteklassen eingeordnet (1.-3. Klasse). Diese Klassifizierung erfolgte aufgrund der Analyse des Mikroklimas, der Bodenzusammensetzung und dem Geschmack der Weine. Am Hof des französischen Königs Louis XIV. erhielt der Aszú den Titel „König der Weine, Wein der Könige“. Auch beim Hofe des russischen Zaren und bei polnischen Adelshäusern genoss man dieses Getränk.
Das Weinbaugebiet hat subkontinentales Klima. Herbstwetter in Tokaj-Hegyalja ist spezifisch, und macht die Gegend so wertvoll. Während der Reifeperiode kommt öfter eine regnerische, neblige Woche und dann folgen wieder milde und trockene Tage mit viel Sonnenschein. Das ist günstig für die Entstehung und Verbreitung der Botrytis, der Edelfäule die zur Aszúbildung führt.
Die Bodenzusammensetzung ist sehr unterschiedlich. In der Umgebung von Tarcal und Tokaj gibt es ausgedehnte Lößschichten, im Gebirge von Zemplén Riolit, Andesit und deren Torfe mit bindigem Boden, Lehmschichten und braunen Waldboden. Der Boden besteht an vielen Stellen aus Geröll von Steinen vulkanischer Abstammung und weist Erosionsstellen auf.
Die geographische Ordnung der Hügellandschaft ist für die Weinqualität wichtig. Auf den südlichen und östlichen Hängen der umgekehrten V-Form des Zempléngebirges sind die Rebstöcke vor den kalten nördlichen Winden geschützt und bewirken den schnellen Auftrieb der Dunstwolken.
Das Weingebiet kann in fünf Zonen eingeteilt werden, die nach klimatischen -, Boden-, und geographischen Bedingungen sich gut unterscheiden: Kopasz-hegy (Kahler Berg in Tokaj), Becken von Mád, Becken von Erdõbénye, Becken von Tolcsva, oberer Tokaj. Die nachstehenden Qualitätsfaktoren sind maßgebend: Nähe der Flüsse (Bodrog, Theiß), die an den Bergen vorbei fließen und eine aktive Rolle an der Gestaltung des Mikroklimas haben. Die Rolle der Flüsse war seit dem Mittelalter für den Weintransport sehr wichtig. Es ist kein Zufall, dass die Stadt die auch der Region den Namen verliehen hat und an der Mündung der Bodrog in die Theiß liegt immer ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum war.
Die wichtigsten Rebsorten sind Furmint und Lindenblättriger. Außer diesen werden noch Gelber Muskateller, und Zeta (früher auch Oremus genannt) angebaut. Anbau anderen Sorten ist aber nicht zugelassen. Die wichtigen Eigenschaften dieser Sorten sind ihre Neigung zur Aszúbildung, wobei die dünne Beerenschale auch eine Rolle spielt. Eine andere Eigenschaft liegt im säurigem Charakter der Weine, der einen langen Gärprozeß ermöglicht und die Geschmackswerte schützt. Es ist kein Zufall, dass hervorragende Aszúweine auch 80-90 Jahre nach ihrer Herstellung genießbar sind, aber auch durchschnittliche Aszúweine können ihren besten Geschmack erst nach 10-25 Jahren erreichen.
In diesem Weingebiet gibt es drei hauptsächliche Arten von Weinen:

Die guten Keller sind unverzichtbar für die Produktion exzellenter Weine. In Tokaj-Hegyalja werden die Keller in die Felsen getrieben, oft gibt es hier mehrstöckige, mehrere Jahrhunderte alte Keller. Temperatur dieser Keller beträgt fast immer 11oC und eine hohe Luftfeuchtigkeit nähren die Pilzpolster (Cladosporium cellare) an den Wänden der Keller. Diese Pilzpolster sichern gleichzeitig die konstante Temperatur in den Kellern.
Tokaj-Hegyalja erlebt derzeit seine Renaissance. Und als Motor für die Erneuerung wurde von den Weinbauern und Weinproduzenten der Gegend der Verein Tokaj Renaissance ins Leben gerufen. Dieser Verein setzte sich zum Ziel das Weingebiet von Tokaj auf den in- und ausländischen Veranstaltungen auf höchstem Niveau zu präsentieren. Überdies erwarten zahlreiche kulturelle und touristische Veranstaltungen die Besucher des Weingebietes, um den Interessenten neben der Weinkultur auch andere historische Werte zu präsentieren

Kunság Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 104 962 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 29 544 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 97

Kiskunság ist nicht nur das größte Weinbaugebiet der Tiefebene, sondern ganz Ungarns.
Die Geschichte der Weinkultur dieses Weinbaugebietes erstreckt sich bis zum frühen Mittelalter zurück. Nach der Türkenzeit und vor allem nach der Phylloxera-Epidemie gab es hier einen enormen Aufschwung des Weinanbaus. Zwischen 1960 und 1965 wurde hier ausgedehnter Rebbau durchgeführt. Da ein Massenanbau betrieben wurde, hatte man nicht immer die besten Sorten ausgesucht und den Anbau nicht mit größter Sorgfalt durchgeführt. Heute reduziert man die Ausmaße dieser Plantagen.
Der Anbau der Reben und der Weine wird heute in 8 Regionen getrieben.
Die Temperatur und Lichtmengen sind zur Reifezeit der Trauben gut, aber in der Ruheperiode und im Frühjahr kann der Frost oft Sorgen bereiten. Es ist ein niederschlagsarmes Gebiet und die Verteilung des Niederschlages ist unberechenbar. Oft muß man mit Dürre rechnen.
Der Boden der höheren Hügel ist besser, aber es gibt auch magere Sandhügel mit Fließsand. Die Mehrzahl der sandigen Böden ist kalkig und stellenweise nährstoffarm.
Auf Dreiviertel des Weinbaugebietes werden Reben für Weißweine angebaut. Unter ihnen gibt es traditionelle, aber auch heute verwendete Arten (Tausendgut, Kövidinka, Izsáki usw.), neue frostbeständige Arten (Kunleány, Bianca, Csillám usw.), sowie Qualitätsweine (Rheinriesling, Cserszegi Fûszeres, Chardonnay usw.). Von den roten Rebsorten können fast alle hier angepflanzt werden, aber den besten Ruf hat Kiskõrösi Kadarka erreicht.
Die Weine aus den traditionellen Traubenarten sind leicht, weich und aus bestimmte Sorten (Izsáki, Kunleány usw.) kann guter Sekt hergestellt werden. Aus roten Rebsorten (Chardonnay, Sauvignon Blac, Cabernet Franc und Sauvignon, Merlot) werden aromatische Weine hergestellt.

Mátraalja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 32 382 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 7 574 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 22

Die Anfänge der Weinkultur in der Weingegend von Mátraalja reichen bis in die Zeit vor der Landnahme zurück. Die Völker dieser Gegend (Thraker, Kelten, Roxolaner, Szythen und Jazigen) betrieben auch Weinkultur. Dieses Weingebiet ist derzeit das größte in Ungarn, wo auf bindigem Boden Wein angebaut wird.
Das Klima des Weinbaugebietes ist wärmer und trockener als das der anderen Weingebiete Nordungarns. Die Bodenzusammensetzung ist sehr vielfältig.
Die bestimmenden Rebsorten des Weinbaugebietes sind Zweitgelt, Blaufränkisch, Cabernet, aber es gibt auch ausgedehnte Anbauflächen mit Irsai Oliver, Cserszegi Fûszeres und Zenit.

Aszár-Neszmély Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 7 407 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 485 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 23

Die ersten Weinstöcke wurden wahrscheinlich von den römischen Legionären in dieser Region angepflanzt. Im Mittelalter fanden die Könige, (Sigismund, Ulászló, László der V.), die hier Jagden veranstalteten, in der Region von Neszmély und Dunaalmás eine blühende Weinkultur vor. Später sicherten die herrschaftlichen Weingärten und die fachkundigen Weinbauer und Winzer den guten Ruf dieser Weingegend. In der Gegenwart verläuft die Produktion in zwei von einander getrennten Teilregionen: in Ászár (8 Siedlungen) und Neszmély (15 Siedlungen).
Die Wetterbedingungen des Weinbaugebietes sind ausgeglichen. Die Winter sind nicht sehr kalt und die Sommer sind nicht überaus warm. Die Niederschlagsmengen sind ausreichend, die Verteilung ist zeitweise sehr unterschiedlich.
Die Bodenzusammensetzung besteht aus Lehm und Mergel, wobei den obersten Teil verschiedene Lößschichten und Braunerde bilden.
Zu den traditionellen Rebsorten des Weingebietes zählen: Tausendgut, Mézesfehér und verschieden Dinkaarten. Derzeit werden weltbekannte Reben (Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Gris) und typische ungarische Rebsorten (Welschriesling, Mädchentraube, Traminer, Cserszegi Fûszeres, Königstochter und Müller-Thurgau) angepflanzt. In der Region von Ászár wird weiterhin Tausendgut angepflanzt. In der Region von Neszmély begann man wieder mit dem Anbau von Cabernet Sauvignon für Rotweine.

Eger Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 22 342 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 4 395 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 18

Die Anfänge der Weinkultur in der Umgebung von Eger reichen bis in die Zeit der Landnahme zurück. Bis zum 15. Jahrhundert wurden in der Umgebung von Eger fast nur weiße Weinsorten angebaut. Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts kam es zu einer beträchtlichen Veränderung und die Rebsorten für Rotweine begannen zu dominieren. Kadarka wurde zuerst von den Raizen (Serben) angebaut. Zur selben Zeit brachten reisende Pfarrer und Mönche Rebstöcke aus Burgund und Italien in die Gegend. Die Legende des berühmtesten Weines der Region (Stierblut) geht auch in das Mittelalter zurück.
Das Weingebiet ist derzeit in zwei Regionen Aufgeteilt: die Region um Eger (mit 14 Siedlungen) und die Region um Debrõ (mit 4 Siedlungen).
Das Klima des Weinbaugebietes ist kühler und trockener als das der anderen Weingebiete des Landes. Die Bodenzusammensetzung ist sehr vielfältig.
Der gute Ruf der Weine dieser Weingegend ruht auf dem Stierblut von Eger, der Mädchentraube von Eger und der Lindenblättrige von Debrõ. Das Stierblut von Eger ist ein Cuvée aus drei verschiedenen Qualitätsweinen.
Auf etwa 50% des Weinbaugebietes werden Reben für Weißwein angebaut. Es gibt eine breite Palette und Auswahl von Weißeinen. Die berühmtesten unter ihnen sind Mädchentraube von Eger und Lindenblättriger von Debrõ, aber auch Welschriesling, Traminer und Chardonnay sind sehr beliebt.

Badacsony Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 4 263 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 790 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 16

Auf dem Gebiet dieser Weingebiet gab es schon vor eintausend Jahren eine blühende Weinkultur.
Das Klima des Weinbaugebietes ist ausgeglichen. Die Weingärten der Gegend werden von Frostschäden verschont. Die große Wasserfläche des Balatons (Plattensee) trägt maßgeblich zu dieser Ausgeglichenheit des Klimas bei. Die Winter sind nicht sehr kalt und die Sommer nicht überaus warm.
Die Bodenzusammensetzung besteht aus Braunerde, Lehm- und Mergelboden, sowie erodierten Basaltschichten deren Bodennährstoffe (Kalium, Magnesium, Mikroelemente) eine gute Zusammensetzung aufweisen.
Derzeit werden die Reben in Hochkultur angebaut (Schirmanbau, Vorhanganbau gleich dem Rebanbau an der Mosel).
In diesem Weingebiet werden fast ausschließlich (99%) Reben für Weißwein angebaut. Zwischen den 16 verschiedenen Arten findet man traditionelle (Blaustengler, Welschriesling, Pinot Gris), Weltsorten (Chardonnay, Sauvignon Blanc, Rheinriesling, Weißburgunder) und Rebsorten der neuen Art (Zenit). Bei Rebsorten für Rotwein findet man Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Blaufränkisch. In diesem Weingebiet findet man gehobene Weine mit leichtem Säuregehalt und würzigem Duft. Etwa 70% der hier angebauten Reben werden für den Welschriesling, einem aromatischen recht körperreichen, harmonischen Wein mit Mandel ähnlichen Nachgeschmack, angebaut. Der Pinot Gris hat einen intensiven, reifen Duft und ein würziges Bukett er kommt oft als süßer Wein in den Handel. Der berühmte Blaustengler ein harter, trockener Wein mit recht ausgewogenem Säurecharakter.

Tolna Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 14 480 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 2 636 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 41

Dieses Weingebiet ist in drei Regionen aufgeteilt: Region von Tolna, Region von Tamási und Region von Völgység. Die klimatischen Bedingungen sind wegen der Weitläufigkeit der einzelnen Regionen nicht einheitlich. Wegen der vielfältigen vertikalen und horizontalen Strukturen dieser Weingegend gibt es eine Vielfalt an Mikroklima.
Die wichtigste Grundlage der Böden bildet eine dicke Lößschicht. Das ganze Gebiet wird von einer für Ungarn einzigartig dicken (20-50 m) Lößschicht gedeckt über die an verschiedenen Stellen brauner Waldboden liegt.
Die Umweltbedingungen ermöglichen in dieser Weingegend den Anbau sowohl von weißen als auch von roten Weinen mit bester Qualität. Die Sortenauswahl ist sehr groß. Auf 60% der gesamten Anbaufläche werden Rebsorten für Weißwein und auf 40% Rebsorten für Rotwein angebaut. Beim Weißwein ist Chardonnay, beim Rotwein Blaufränkischer im Übergewicht. Außer diesen Sorten werden aber auch Welschriesling, Müller-Thurgau, Grüner Veltliner, Königstochter, Rheinriesling, Merlot und Zweigelt angebaut. Bei den neuen Anbaugebieten spielen die Weltsorten, wie Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Weißburgunder eine zunehmend wichtige Rolle.

Balatonfüred-Csopak Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 6 445 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 2 143 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 24

Dieses Weinbaugebiet erstreckt sich über die Berghänge am Nordufer des Plattensees (Balaton) zwischen Alsóõrs und Zánka. Die Kelten, Römer, Avaren und später die Ungarn befaßten sich schon von jeher mit der Rebstockpflege und der Kelterei. Seit 1999 wird dieses Weingebiet in zwei Regionen eingeteilt: der Kreis von Balatonfüred-Csopak mit 17 Siedlungen und der Kreis Zánka mit 7 Siedlungen.
Das Klima des Weinbaugebietes ist ausgeglichen. Dem milden Winter folgt ein heiterer Frühling und die Sommer sind nicht überaus heiß, gefolgt von einem milden, langen und trockenen Herbst.
Die Bodenzusammensetzung ist wechselhaft. Typisch ist der metamorphe Schiefer, der Permsandstein, Triaskalkstein, Dolomit, Basalt, Basalttuff, Lehm- und Mergelboden, sowie Lößboden.
Derzeit werden in allen beiden Regionen vorwiegend Reben für Weißweine angebaut: Welschriesling, Chardonnay, Muskat Ottonel, Rheinriesling, Müller-Thurgau, Pinot Blanc, Weißburgunder, Lämmerschwanz, Sauvignon, Traminer und Zenit.
Das Verbinden mit dem Weinbaugebiet von Tihany bietet neue Möglichkeiten zur Steigerung der Anbaumöglichkeit der Rebsorten für Rotweine (Cabernet Franc und Sauvignon, Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt).
Die Weine dieses Weingebietes sind etwas zarter als die aus der Gegend von Badacsony. Sie haben einen feinen Duft, ein eigenartiges Bukett, das von vielen auf die einzigartige Bodenzusammensetzung zurückgeführt wird.

Bükkalja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 18 597 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 183 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 22

Auf dem Gebiet dieser Weingegend gab es schon vor langer Zeit eine Weinkultur und die Weine von Miskolc fanden in den Nordungarischen Bergstädten ihren Absatzmarkt. Tibolddaróc und Umgebung war im 19 - 20. Jahrhundert eine Gegend wo Grundweine für die Sektherstellung in Budafok angebaut wurden.
Das Klima des Weinbaugebietes weicht kaum von den anderen nordungarischen Weingebieten ab, ist aber etwas trockener. Der Boden besteht aus Riolit und Riolittorf, bedeckt von braunem Waldboden oder schwarzem Feuchtboden.
Die wichtigsten, angebauten, Rebsorten sind: Welschriesling, Mädchentraube, Müller-Thurgau, Grüner Veltliner und Chardonnay. Die Weine haben einen lebhaften Duft, ein gefälliges Bukett und eine lebhafte Säure.
In der letzten Zeit wurden auch Rebsorten für Rotweine angebaut: Blaufränkischer, Blauburger, Blauer Portugieser, Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Das Weinbaugebiet Bükkalja könnte in der Zukunft zu einer der bedeutesten Rotweinregion Ungarns werden.

Balatonfelvidék Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 5 344 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 497 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 23

Dieses Weingebiet erstreckt sich über die südlichen Hänge des Hügellandes von Keszthely, an den südlichen Berghängen des Bakony-Gebirges und in dessen Becken. Am bekanntesten ist das Kál-Becken.
Wegen seinen geographischen und ökologischen Gegebenheiten wird dieses Weingebiet in drei Regionen aufgeteilt: Region von Kál mit 6 Siedlungen, Region Balatonederics-Lesence mit 7 Siedlungen und Region Cserszeg mit 10 Siedlungen.
Die klimatischen Bedingungen des Weingebietes in Seenähe sind ausgeglichen und auch die anderen Gebiete liegen an geschützten Stellen und so braucht man extreme klimatische Vorkommnisse nicht zu fürchten. Die Hügellandschaft sichert ein angenehmes Mikroklima. Die abwechslungsreiche Bodenzusammensetzung baut sich zumeist auf Braunboden oder Waldboden auf.
Derzeit werden in allen drei Regionen vorwiegend Reben für Weißweine angebaut: Welschriesling, Chardonnay, Traminer, Müller-Thurgau, Pinot Gris, Cserszegi Fûszeres, Muskat Ottonel. Von den Rebsorten für Rotweine gibt es nur Zweigelt. Nur im Kál-Becken wird Furmint und gelber Muskateller angebaut. In der Region Balatonederics-Lesence gibt es auch Pinot Blanc, und in der Region Cserszeg Nektar.
Die Weine dieser Weingebiet haben feinen Säuregehalt, ein würziges Bukett und eine facettenreiche Erscheinungsform. Die Weine der gut gelegenen Hänge sind vielfältig und harmonisch und nehmen mit anderen Weinen des Balatonufers jederzeit den Wettbewerb auf.

Villány Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 4 792 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 899 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 16

Dieses Weinbaugebiet ist eines der südlichsten und typischsten Ungarns. Das Ansehen des Weinbaugebietes wird durch die Jahrhunderte alte Tradition des ausgezeichneten Rotweines gestärkt.
Das Weinbaugebiet ist in zwei Regionen geteilt: Villány (mit 5 Siedlungen) und Siklós (mit 11 Siedlungen).
Aus archäologischen Funden ist nachgewiesen, dass schon die Römer in dieser Gegend eine Weinkultur betrieben haben. Nach der Türkenbelagerung ereigneten sich hier wichtige Veränderungen, denn zu dieser Zeit bauten die Raize (Serben) den Kadarka an und die verwaisten Dörfer von Baranya wurden von deutschen Weinbauern besiedelt, die vor allem Blauer Portugieser anbauten. Nach der Phylloxera-Epidemie wurde der Welschriesling zu einem der wichtigsten Weinsorte der Region.
Das Klima der Weingegend hat submediterranen Charakter. Der Boden ist vielfältig, besteht zumeist aus einer Mischung von Löß, Dolomit und Kalkstein.
Der Kadarka wurde verdrängt und der Blaufränkische übernahm seine Stelle. In den letzten paar Jahrzehnten erlangten im Weingebiet Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und die aus ihnen gekelterten Weine ein beträchtliches Ansehen. Diese Weine werden öfter mit den submediterranen Rotweinen verglichen. Von den Weißweinen gehören der Welschriesling und der Lindenblättrige zu den beliebtesten.
Die wunderbare Lage des Weingebietes und die ethnische Vielfalt ihrer Bewohner (Ungarn, Deutsche, Südslawen) spielte seit Jahrhunderten, neben der Kunst der Rebstockpflege und der Kelterei eine wichtige Rolle um Interessenten aus fernen Gebieten in diese Region zu locken. Der Weintourismus wird immer stärker präsent in dieser Gegend und die hiesigen Weinbauern waren diejenigen, die mit dem Ausbau der ersten ungarischen Weinstrasse begonnen haben.
Das Weinbaugebiet erlebte schon 1980, also vor den großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Änderungen einen Aufschwung, als man mit der Produktion hochwertiger Qualitätsweine begann. Viele der bekanntesten ungarischen Winzer, die viel für den Aufschwung dieser Weingegend taten, sind mit dieser Region verbunden. Sie haben nicht nur die hohen Qualitätsanforderungen in den Vordergrund gestellt, sondern versuchten ihre Bemühungen auch den Konsumenten klar zu machen. Es ist also kein Zufall, dass derzeit in Ungarn die Weine von Villány zu den höchsten Preisen verkauft werden können. Namen der besten Winzer wurden zum Markennamen und die Konsumenten können sich dadurch auf dem Weinmarkt leichter orientieren. Derzeit erscheinen im Weinhandel Weine die nach Jahrgängen und nach den Hängen der Weinberge sortiert werden und bieten eine feine Vielfalt, gelegentlich zu höheren Preisen an.
Die Stärke der Weingebiete liegt – neben den natürlichen Gegebenheiten – auch im organisierten Auftreten der Weinerzeuger. Ein gutes Beispiel dafür ist die gemeinsame Förderung des Weintourismus und die Organisation von Veranstaltungen mit kulturellen und gastronomischen Inhalten in den Weinregionen.
Das bedeutendste Geheimnis dieser Weingegend ist, wie man die Möglichkeiten, die sich aus den natürlichen Umständen (Klima, geographische Lage, Sortenvielfalt) ergeben, mit individueller und gemeinsamer Arbeit so zu Nutze macht, dass jeder – Erzeuger und Konsument – davon profitiert.

Etyek-Buda Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 7 117 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 480 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 20

Der Name der Ortschaft Etyek, nachdem das ganze Weingebiet benannt wurde, erscheint zuerst in Aufzeichnungen des 14. Jahrhunderts und die ersten Zeichen einer Weinkultur gehen ins 18. Jahrhundert zurück
Das Weinbaugebiet wird derzeit in zwei Regionen aufgeteilt: Region Etyek mit 14 Siedlungen und Region Buda mit 6 Siedlungen. Dies letztere hatte sich erst 1998 an die Weinbaugebiete angeschlossen. Die klimatischen Bedingungen dieses Weinbaugebietes sind nicht sehr extrem und werden von nicht sehr harten Wintern und etwas kühleren Sommern gekennzeichnet. Die Bodenbedingungen sind sehr unterschiedlich werden jedoch von einem kalkhaltigen Alkaliboden dominiert.
Derzeit werden in diesem Weinbaugebiet 28 Rebsorten für Weißwein angebaut: Welschriesling, Chardonnay, Königstochter, Müller-Thurgau, Muskat Ottonel, Sauvignon, Pinot Gris, Zenit, Grüner Veltliner, Weißburgunder, Gelber Muskat, Cserszegi Fûszeres, Perle der Zala, Lämmerschwanz, Traminer, Karat, Viktoria Perle, Zengõ und Zephir. Unter den Rebsorten für Rotweine findet man: Cabernet Franc und Sauvignon, Blaufränkisch, Merlot, Blauer Portugieser, Pinot Noir, Zweigelt und Turán. Im Weinbaugebiet wird in großen Mengen Chardonnay als Grundlage für die Sekterzeugung angebaut.

Szekszárd Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 6 964 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 2 255 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 13

Die Wurzeln der Weinkultur dieser Weingebiet reichen bis zu den Kelten zurück. Alisca war der keltische Name der Stadt Szekszárd.
Das Klima des Weinbaugebietes hat submediterranen Charakter. In dem Becken, das durch Hügel umgeben ist, herrscht ein Mikroklima das für den Anbau von Rotwein besonders günstig ist.
Die Hügellandschaft um Szekszárd wird überall durch Lößboden bedeckt. Das Weinbaugebiet hat eine große Vielfalt an Bodenstrukturen, diese wird durch die Erosion (Einschnitte, Hangrinne, Erdkluften, Schluchten) der Lößschicht noch augenscheinlicher.
Früher wurde hier fast nur Kadarka angebaut. Dieses Monopol wurde in den Jahren nach 1960 durch massenhaften Anbau von anderen Sorten beseitigt. Seitdem werden hier zuverlässige Weinsorten mit großem Ertragswert (Blaufränkischer, Blauer Portugieser, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot) angebaut.
Für die Gegend sind die weichen, charakteristischen Weißweine und die dunkelroten, schweren, samtigen Rotweine mit würzigem Bukett typisch. Neben Eger wird nur bei Szekszárd das berühmte Stierblut erzeugt. Das Sekszárder Stierblut ist ein Cuvée aus Kadarka, Blaufränkischer und Blauer Portugieser.

Mór Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 1 944 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 799 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 6

Das Gebiet dieses Weingebietes ist ziemlich klein. Außer der Stadt Mór gehören 5 Gemeinden (Csákberény, Csókakõ, Pusztavám, Sõréd, Zámoly) dazu.
Der Sommer ist in diesem Gebiet mäßig warm und trocken, der Frühling ist ausgeglichen, der Herbst ist lang und mild und der Winter ist auch nicht sehr frostig. Jährlich fallen hier 600-650mm an Niederschlägen in fast gleichmäßiger Verteilung. Die südlichen und südwestlichen Hänge der hiesigen Hügel haben ein vorteilhaftes Mikroklima und ergeben so optimale Anbaubedingungen.
Die Grundlage der Böden bildet eine Lößschicht, die teilweise mit kalkigem Absatzgestein vermengt ist, sowie Dolomit. Von den vielfältigen Arten dieser Böden sind auch die Kieselschichten, der sandige Lehm das Humuskarbonat und die braune Walderde zu erwähnen. Das gemeinsame Charakteristikum dieser Böden ist der hohe Kalkgehalt, das muß auch bei der Auswahl Weinreben berücksichtigt werden.
Derzeit werden in diesem Weinbaugebiet folgende traditionelle Rebsorten für Weißwein angebaut: Tausendgut, Chardonnay, Sauvignon, Weißburgunder, Pinot Gris, Rheinriesling, sowie typisch ungarische Sorten: Mädchentraube und Königstochter. Unter den Rebsorten für aromatische Weine werden Muskat Ottonel, Traminer und Müller Thurgau angebaut.

Mecsekalja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 7 644 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 673 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 30

Die Weingebiet Mecsekalja besaß schon zur Römerzeit eine blühende Weinkultur. Derzeit rühmt sie sich mit hervorragenden Weinen, wie der hier angebaute Zierfandel, Furmint und Welschriesling.
Das Weinbaugebiet ist eines der kleinsten Ungarns, wird aber in drei Regionen aufgeteilt. Die Regionen um Pécs und Versendi haben submediterranen Charakter und sind frei von klimatischen Extremitäten. In der Region um Szigetvár ist der Einfluß des atlantischen Klimas spürbar.
In Mecsekalja findet man eine große Vielfalt an geographischen und geologischen Bedingungen. Neben Tokaj wurden hier zum ersten mal, Reben in höheren Lagen angebaut. Bei den Südhängen des Mecseks wird der Wein bis zu 400 Meter über Meeresspiegel angebaut.
Die Typischen Weinsorten sind: Welschriesling, Chardonnay, Müller-Thurgau, Grüner Veltliner, Königstochter, Weißburgunder, Rheinriesling, Traminer und Lindenblättriger. Für die Region um Pécs sind Zierfandler und Furmint charakteristisch.
Die Weine der Region zeichnen sich mit ihrem starken Ausdruck und ihrem weichen und würzigen Bukett aus. Gute Jahrgänge sichern die Möglichkeit zur Herstellung außerordentlicher Qualitätsweine. Pécs hat auch eine langjährige Tradition zur Herstellung von Sekt.

Pannonhalma-Sokoróalja Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 4 234 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 618 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 13

Das Weingebiet von Pannonhalma-Sokoralja erstreckt sich über die Hänge der von Nord, Nordwest nach Süd, Südost laufenden Hügellandschaft von Pannonhalma.
In der Gründungsurkunde (1002) der Abtei von Pannonhalma, die vom König Stephan I. erlassen wurde, gibt es schon eine Andeutung auf die hiesige Weinkultur. In der Verbreitung des Weinanbaus spielten die italienischen und französischen Siedler ebenso die Mönche eine bedeutende Rolle.
Die Winter sind hier mild und Frostschäden kommen nur selten vor. In dieser Hügellandschaft bildet sich ein mäßig warmes und trockenes Mikroklima, das für den Weinanbau günstige Bedingungen schafft. Die Verteilung der Niederschläge ist für den Weinbau auch ziemlich vorteilhaft, denn sie fällt zumeist in die Zeit des Wachstums der Trauben.
Die Mehrheit der Weingebiete befindet sich auf lehmigen braunen Waldboden. Wegen den geographischen und geologischen Bedingungen muß aber auch mit Erosionsschäden gerechnet werden.
In diesem Weinbaugebiet werden derzeit nur Rebsorten für Weißweine, vor allem Welschriesling angebaut. Es könnten aber auch solche angebaut werden, wie Chardonnay, Königstochter, Rheinriesling, Pinot Gris, Traminer, Cserszegi Fûszeres, Weißburgunder, Sauvignon Blanc.
Die hiesigen Weine sind duftig, würzig, mit kräftigem Ausdruck. Vor allem der Welschriesling ist wegen seines schönen Erscheinens erwähnenswert, aber auch die anderen Sorten sind wohlschmeckende Qualitätsweine.

Balatonboglár Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 10 391 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 2 899 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 21

Wie auch bei anderen Weingebieten gab es hier schon zu Zeiten der Römer und Kelten eine blühende Weinkultur.
Das Klima des Weinbaugebietes südlich des Balatons ist ausgeglichen. Der Boden besteht aus sandigen Ablagerungen, und einer Lößschicht sowie braunem Waldboden. Der geringere Teil der Weine wächst auf sandigem Boden.
In der Weingegend von Balatonboglár werden vor allem Weißweine angebaut, obwohl die Bedingungen auch für Rotwein hervorragend wären.
Das Sortiment der verschiedenen Arten ist sehr vielfältig. Die Weißweine sind reich an Duft, Aroma und charakteristischen Säuren. Rotweine werden in kleineren Mengen produziert, aber sind ohne weiteres Wettbewerbsfähig. Es wird vor allem Burgunder mit fruchtigem Duft und leichtem Bukett hergestellt. Die besten roten Qualitätsweine sind: Balatonboglárer Blaufränkischer, Cabernet Sauvignon und Merlot.

Somló Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 1 158 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 832 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 9

Eine Urkunde von 1093 (zur Zeit der Herrschaft des Königs László I.) erwähnt zum ersten- mal die Weingärten der Burg von Somló. Das Weinbaugebiet hatte seine Blütezeit im 18. Jahrhundert erlebt. Die Weine von Somló wurden als Weine für die Hochzeitsnacht empfohlen, denn der Konsum dieser legendären Weine war unverzichtbar zur Zeugung eines männlichen Nachfolgers.
Das Weinbaugebiet wird in zwei Regionen aufgeteilt. Das Klima des Weinbaugebietes ist ausgeglichen. Der Frühling kehrt hier recht früh ein, der Sommer ist mäßig warm und der Herbst ist lang und mild. Jährlich gibt es 650-700 mm an Niederschlägen in günstiger Verteilung. Auf den verschiedenen Hängen des Berges gibt es Gebiete mit einem unterschiedlichem Mikroklima, welches dazu beiträgt, dass man sogar auf den nördlichen Hängen Wein anbauen kann.
In der Zusammensetzung des Bodens spielt der braune Basalttuff eine wichtige Rolle. Auf seinem Schutt bildet sich, gemeinsam mit dem Löß, der braune Waldboden oder der Rahmann-Braunboden und sichert den Reben eine solide Basis. An manche Stellen findet man schwarze Erde oder Lehm.
Vor der Phylloxera-Epidemie hatte man hier 25-30 verschiedene Rebsorten angebaut (Furmint, Lämmerschwanz, Lindenblättriger, Sárfehér usw.). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen hier auch andere Sorten: Welschriesling, Rheinriesling, Pinot Gris, Grüner Veltliner usw. Derzeit wird in allen beiden Regionen Furmint, Lämmerschwanz, Welschriesling, Lindenblättriger, Traminer, Chardonnay, Rheinriesling und Weißburgunder angebaut.
Die hiesigen Weine sind reich an Säure, haben einen harten Charakter und starken Ausdruck, sowie einen vollen und diskreten Duft. Die Weine haben einen langen Gärprozeß, reifen und altern langsam.

Sopron Ausdehnung des gesamten Weinbaugebietes: 5 294 ha
Gemäß des Registers der Winzergemeinden: 1 705 ha
Anzahl der, zum Weinbaugebiet gehörenden Siedlungen: 13

Das Weinbaugebiet von Sopron befindet sich im Komitat Gyõr-Moson-Sopron auf den Hängen der Vorberge des Soproner-Gebirges, um den Neusiedlersee und auf der Ikva-Ebene, sowie im Komitat Vas auf den Hängen des Vas-Gebirges und Kõszeg-Gebirges.
Die Weine des Weinbaugebietes von Sopron erlangten ihren Ruf in Europa zwischen den 12-15. Jahrhundert. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden hier vor allem Reben für Weißweine angebaut, seit dem wird hier eher Rotwein erzeugt. Das Weinbaugebiet wird in zwei Regionen unterteilt: Sopron und Kõszeg.
Die klimatischen Verhältnisse hier im Alpenvorland sind ausgeglichen. Die Temperaturschwankungen sind geringer als anderswo im Land. Der Sommer ist kühler und reicher an Niederschlag, der Winter ist milder und im Frühling wehen manchmal kalte Winde über das Gebiet. Charakteristisch für die Gegend ist ein Mikroklima, bedingt durch den Schutz der höheren Berge und dem großen Wasserspiegel des Neusiedlersees. Die Bodenzusammensetzung des Weinbaugebietes ist recht unterschiedlich.
Der Blaufränkische wurde erst nach der Phylloxera-Epidemie zur wichtigsten Rebsorte der Gegend. Der Soproner Blaufränkische ist reich an Farbstoffen, spielt in dunklem Purpur, zumeist härter und herber als ein Blaufränkischer aus einem anderen Teil des Landes. Unter den Weißweinen ist der Grüne Veltliner bekannt, aber als Kuriosität gilt der Wein aus rotem Veltliner.

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Heute feiert man in Ungarn die folgenden Namenstagen(s):Szonja, Zsófia