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Historische Kirchen, jüdische Sehenswürdigkeiten, Gottesdienste in Fremdsprachen


Historische Kirchen


Felsenkloster (Sziklakápolna)


XI. Bezirk. Szt. Gellért tér, tel. 385-1529. Die Höhle des Gellért Berges - auch St.Iwan Höhle genannt - öffnet sich in 25 Meter Höhe  über den Wasserstand der Donau. In den Jahren 1925-26 wur-den durch Sprengungenneue Gänge freigelegt. An der Stelle dieser Gänge wurde nach demBeispiel der Höhle von Lourdes, ein Kloster des Paulinen-Ordens, undetwas später auch ein innerer Durchgang gebaut. Von hier an nimmt dieGeschichte für lange Zeit eine traurige Fortsetzung: 1951wurde dasKloster während einer einzigen Nacht vernichtet, und der Höh-leneingangunter dem Vorwand von Sicherheitsvorkehrungen eingemauert. Im Laufe derZeit wurde hier eine Beobachtungsstation für Karstwasser, später einDepot eingerichtet. Erst im Jahre 1992 wurde der Ort als Kloster wiedereröffnet. Geöffnet: 09:00-20:00.


Evangelische Kirche (Deák téri evangélikus templom)

(V. Deák tér) Das Kirchengebäudein seiner edel wirkenden, jedoch einfachen Art des früherenKlassizismus beeinflusst markant die Atmosphäre am Deák Platz. Obwohldie Kirche zwischen 1797 und1808 erbaut wurde, hatte sie ihreendgültige, von dorischen Säulen getragene und mit Timpanos verseheneHauptfassade erst im Jahre 1856 erhalten. Die Akustik der Kirche isteinmalig, weshalb hier auch häufig abendliche Orgelkonzerte abgehaltenwerden. Im angrenzenden Gebäude, welches das evangelische Landesmuseumdarstellt, hat die Ausstellung zum Thema Geschichte der Reformation inUngarn Aufnahme gefunden.
Geöffnet: 10:00-18:00. Montag geschlossen.

Matthias Kirche (Mátyás templom)


I. Szentháromság tér, tel. 355-5657. Sie ist die schönste und bekannteste katholischeKirche von Budapest. Sie wurde in mehreren Etappen und zwar zwischendem 1. und 15. Jahrhundert erbaut. Ihr neogotisches Aussehen hatte sieallerdings erst im Jahre 1896 erhalten. Im Rahmen der unter Leitung vonFrigyes Schulek durchgeführten Restaurierungsarbeiten wurden dieFresken und Glasfenster von Károly Lotz, Mihály Zichy und BertalanSzékely angefertigt. Die Kirche beherbergt das Grabmal von König BélaIII. und seiner Gemahlin Anna Antiochiai. Drei Könige wurden in derKirche gekrönt. Man kann die reiche Lapidarium, die Reliquiensammlung,Krönungserinnerungsstücke, Meisterwerke der Goldschmiedekunst in derSchatzkammer besichtigen. Ebenfalls kirchliche Textilien und Roben imGotteshaus selbst. Geöffnet: 09:00-17:00, Samstag 09:00-13:00, Sonntag 13:00-17:00. Eintritt: 300 HUF.


Heilige Stephan Basilika (Bazilika)

V. Szent István tér, tel. 317-2859. Sieist die größte Kirche in Budapest und von ihren Kuppeln aus ist diegesamte Stadt zu überblicken. Die Basilika wurde zwischen 1851 und 1905erbaut. Die in klassizistischem Stil errichtete Großkirche beherbergtdie bekannteste und wertvollste Reliquie aller Ungarn, nämlich denmumifizierten Arm, die sogenannte "Heilige Rechte" des ersten KönigUngarns, welcher gleichzeitig Namensgeber der Basilika war. Zu denberühmten Kunstwerken der Kirche zählen: die Denkmäler von AlajosStróbl, sowie das Gemälde von Gyula Benczúr, welches zeigt, wie derHeilige Stephan das Land in Obhut der Jungfrau Maria gibt.

Die größte (8500 Personen fassende) Kirche der Stadt wurde unterschwierigen Umständen gebaut. Die eben erst begonnenen Erdarbeitenwurden zuerst durch den Freiheitskampf von 1848/49 unterbrochen, dannwurden die 1851 bereits in Angriff genommenen Bauarbeiten durch den Todsogar zweier Architekten verzögert, außerdem stürzte auch noch dieKuppel ein. Schließlich wird das Gotteshaus, dessen Grundriß einemgriechischen Kreuz entspricht, 1905 eingeweiht.

Wegen der Nähe zur Donau musste unter der Kirche ein riesigesFundament und drei Stockwerke tiefe Keller gebaut werden. So entstandunter der Erde ein fast so großes Haus, wie über ihr. Die Basilikawurde in 60 Jahren fertiggestellt, diese Zeit umfasst gleich zweiKunstepochen - den Klassizismus und die Eklektik. In der Basilikaerinnern besondere Werke an den Namensgeber, St. Stephan, den Gründerdes ungarischen Staates und der Kirche.

Das Gebäude wird von einer imposanten Kuppel gekrönt. Es lohnt sich,aus 65 Meter Höhe das einzigartige Rundpanorama von 360 Grad zubesichtigen. Einen Großteil hinauf kann man mit dem Lift fahren, danachfolgt eine Wendeltreppe bis zur Aussichtsstelle. Geöffnet: 09:00-19:00.



Jüdische Sehenswürdigkeiten



Die grosse Synagoge

Die wurde nach Plänendes Wiener Architekten Ludwig Förster Mitte des 19. Jahrhunderts imbyzantinisch - maurischen Stil erbaut. Mit ihren aus weißem und rotemZiegel bestehenden Zwiebeltürmen und den reichen Keramikverzierungenverkörpert sie eines der imposantesten Bauten mit Denkmalscharakter inBudapest. In ihrem Museum findet man eine einmalige, umfangreiche unddem Judentum gewidmete Sammlung. Sie beginnt in der Römerzeit undreicht bis ins 20. Jahrhundert. Für weitere Informationen suchen Sie das Jewish Information Center auf in VII. Sípu. 12, tel. (+36-1) 342-1335/343-0420. Geöffnet: 10.00-17:00, Freitag, Sonntag10:00-14:00. Samstag geschlossen (5100-5600 HUF).


Jüdisches Museum

VII. Dohány u. 2., tel. 342-8949, bpjewmus@visio.c3.hu, www.bpjewmus.hu.) Das im Baustil mit der in Europa einmalig schönenSynagoge in der Dohány Str. in Einklang und Verbindung stehende Museumverfügt über eine einzigartige und wertvolle Judaika -Sammlung. ImRahmen ständiger Ausstellungen werden Gegenstände für die Andacht, vonGlaubensfesten und Gebrauchsgüter des Alltags präsentiert. Zudem hatman Gelegenheit, die Geschichte des ungarischen Holocaust zu verfolgen. Geöffnet: 10:00-17:00, Freitag, Sonntag 10:00-14:00. Samstag geschlossen. Eintritt: 600 HUF (Synagoge und Museum).

Das alte Judenviertel

Das Los des Juden - und Ungartums ist seit dem frühen Mittelalteruntrennbar miteinander verbunden. Die meisten Kapitel der gemeinsamenGeschichte sind sehr finster, sonnige Zeiten gab es nur für eine kurzePeriode: die großartigen Jahrzehnte, die auf die Gründung der Stadtfolgten, versprachen völlige Assimilation für die Juden. Dieerfolgreiche Modernisierung von Budapest ist größtenteils demgewaltigen Eifer und Organisationstalent jüdischer Industriellen zuverdanken. Eine große Zahl bestehender Denkmäler und Bauwerke zeugenheute noch davon. Das jüdische Museum erinnert an die konfessionellenTraditionen, das Holocaust-Zentrum -eröffnet im Jahre 2004-, mahnt andie Gräuel. Nach 1990 begann eine wahrhafte Renaissance der jüdischenKultur in Budapest. Budapest ist die Heimatstadt der größten jüdischenGemeinde in Osteuropa, die ihre konfessionellen, kulturellen undhistorischen Traditionen hegt und pflegt. Die Zahl der Budapesterjüdischen Abstammung, die sich vollständig zum Ungartum bekennen, aberein reges Interesse für die Geschichte ihrer Ahnen zeigen, dürfte weithöher liegen.



 


 


1 US$ = 218 HUF, 1 £ = 347 HUF, 1 € = 290 HUF
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